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12. Oktober 2011 > 4. März 2012
Ausstellung
Freier Eintritt
In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der MuseumskonservatorInnen der Picardie sowie der Galerie Catherine Putman (Paris)
Im Rahmen des interregionalen Projektes Zeichnen - Ritzen stellt das Historial de la Grande Guerre den Künstler in Residenz Pierre Buraglio aus und veranstaltet die erste Retrospektive der Werke des Künstlers zum Thema Krieg.
Pierre Buraglio setzt sich seit vielen Jahren bewusst mit dem Krieg auseinander: der Krieg seiner frühen Kindheit (1939 - 1945) oder die Blockhäuser auf den Sandstränden des Atlantik, der Krieg des verwundeten Birdy, bis hin zu allen Kriegen, die Menschen zeichnen und verletzen. Eine Auswahl dieser Werke wird im Rahmen der Ausstellung gezeigt.
Seit 2004 arbeitet der Künstler u. a. an seinen Kindheitserinnerungen aus der Zeit 1939/1945 mit einer aus mehreren Teilen bestehenden Serie: „J1 Vol. 1”, „J1 Vol. 2”, „J1 Vol. 3”. Er erzählt Erinnerungen aus seiner frühen Kindheit, die er während des Krieges in Frankreich verbracht hat, und benutzt dabei Drucktechniken: er geht von Zeichnungen aus, von Fotos, Worten, die er von Hand erhöht. „J1” steht für die Rationierungsmarken der Kleinkinder (Kategorie J1) im 2. Weltkrieg.
„Diese innere Zeitung, gezeichnet und beklebt, mit Farben und Merksätzen erhöht, stellt mit viel Feingefühl dar, was wie eine Autobiographie anmutet: ein Streitgespräch mit seiner Vergangenheit, Stückwerk und Ansammlung von Familienerinnerungen, einzelne Bruchteile, wiedergefundene, hervorgerufene und erzählte Fragmente” (Aus dem Text Annette Beckers zur Ausstellung von J1 vol. 3 in der Galerie C. Putman, 2010).
In einem zweiten Teil zeigt die Ausstellung unveröffentlichte Werke des Künstlers, die er während seines Aufenthaltes im Museum 2011, in der Nähe der Kriegsschauplätze und anhand der Bestände des Historial, geschaffen hat. Eine Auswahl an Zeichnungen aus den Beständen des Historial wird als Kontrapunkt zur Produktion Pierre Buraglios gezeigt.
Pierre Buraglio:
Pierre Buraglio ist 1939 in Charenton geboren und ist französischer Maler. In seinem ganzen Oeuvre vom Beginn der 1960er Jahre bis heute wechselt er unaufhörlich zwischen figürlichem und abstraktem Zeichnen und verwendet häufig Zeichen- und Drucktechniken.
1959 studiert er an der École Nationale Supérieure des Beaux-arts (Kunsthochschule) in Paris und nimmt 1961 am Salon de la Jeune Peinture (Ausstellung der Nachwuchskünstler) teil. In der 1960er Jahren entwickelt er originelle plastische Techniken wie das Bedecken (Recouvrements), Beklammern (Agrafages) oder Tarnen (Camouflages). Von 1969 bis 1974 malt er nicht, um sich ganz und gar politisch zu engagieren zu können. 1974 beginnt er wieder zu malen und arbeitet dabei mit verschiedenen Arten von Rahmen. Ab 1978 kehrt er zum figürlichem Zeichnen zurück, er nennt diese Serie „Zeichnen wie ...”. Seine Werke werden regelmäßig in Museen in Frankreich und im Ausland ausgestellt.
Ausstellungsmedien: Dreisprachige Ausstellung (französisch, englisch, deutsch), Besucherleitfaden, Ausstellungskatalog
Kontakt:
info@historial.org
Historial de la Grande Guerre
Château de Péronne
BP 20063
80201 PERONNE cedex FRANKREICH
Tel : (+33) 3 22 83 14 18
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